Bibliothek HOMO LUDENS

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Worum geht es?
Lassen wir es den Autor des Welt-Bestsellers 'Homo Ludens", den Holländischen Historiker und Kulturphilosophen Johan Huizinga selbst sagen: "Seit langer Zeit hat sich bei mir die Überzeugung in wachsendem Maße befestigt, dass menschliche Kultur im Spiel - als Spiel - aufkommt und sich entfaltet" (1936).

Johan Huizinga, 1872-1945, Autor eines der wichtigsten Bücher der Neuzeit, des 'Homo Ludens', in alle Weltsprachen übersetzt.
Huizinga hat unser Weltbild wesentlich mit geprägt - wir begreifen uns heute auch von den Elementen des Spiels her: Der Neugier, des Experiments, der Kreativität, des Wagnisses, des Wettstreits... Huizinga hat das Spielelement überzeugend in zahlreichen Kulturbereichen beschrieben.

Warum die Bibliothek HOMO LUDENS?
Das Spielerbe ist in Gefahr. Schon Huizinga machte hierauf aufmerksam. Die modernen Arbeits- und Lebensverhältnisse sind Ursache, neuerdings auch die Digitalisierung, insbesondere das Gaming. Spielpädagogik ist kaum noch Thema, die Vermittlung von Medienkompetenz in aller Munde. Kinder haben ihre selbst entwickelte und weitergegebene Kinder-Spielkultur weitgehend verloren. Kindheit ist Spiel-Lernzeit. Pädagogik, Entwicklungspsychologie und Hirnforschung machen deutlich, dass Spiel für die Entwicklung des Kindes unverzichtbar ist. Es fördert die Entfaltung des Gehirns, der Psyche, Intelligenz, Neugier und Kreativität, der Geduld, des Wagemuts, der Empathie und Soziabilität... Spielpflege in der Kindheit ist eine neue, drängende Aufgabe in Familie, Kita, Schule und Verein. Und in der Freizeit: Auch die Spieltraditionen der Erwachsenen gehen verloren. Damit Muße und Lebensfreude.

Die Bibliothek HOMO LUDENS soll ein Beitrag zur dringend nötigen wissenschaftlichen und praktischen Befassung mit dem Thema Spiel sein. Dokumentiert werden
- die Entwicklung der Spielwissenschaft,
- das Spielerbe der Völker,
- die Wirksamkeit des Spielelemements in der Entwicklung kultureller Strukturen,
- die Vielfalt und Originalität der Spiele,
- Erfahrungen und Perspektiven der Spielpflege in zahlreichen Praxisfeldern.

Wie kann ich die 'Bibliothek nutzen?
Einfach besuchen, etwas Zeit mitbringen (sonst gibt es keine Entdeckungen) und stöbern. Der Katalog entsteht gerade; ein thematisches Fächerverzeichnis gibt Orientierung. Anschaulich die Mappen mit alten Holzstichen. Klassische Geschicklichkeitsspiele und Brettspiele können probiert werden. Gespräche und Beratung (auch Anregungen für eigene Arbeiten) sind Selbstgänger. Ausleihe wiederbeschaffbarer Titel gegen Pfand. Zwei Spiele geschenkt und auch interessante Bücher vieler Gebiete. Tasche mitbringen.

Ein Bibliotheksbesuch steht heute in Konkurrenz zum Internet. Beides hat seine Funktion. Was das Web trotz atemberaubender Informationsfülle nicht bietet: Das Bibliotheksfeeling, die eigene Welt, die thematisch gereihten Bücher, das Entdecken, das 'Eintauchen', Stöbern, Anlesen, Beiseitelegen, sich umgeben mit dem Thema - kurz: Das 'Bücherspiel'. Das Internet informiert, die Bibliothek bildet lebendiger. Hier ein Test dieser kühnen These: Um den Bibliotheksbesuch zu simulieren und um für das Thema zu werben, wurden 50 Titel ausführlich kommentiert:
"Spielkultur in Gefahr" - hier pdf.
Es gibt auch einen Folder - hier pdf.


Idee Schulspiele
Am 21.9.18 war die Bibliothek mit einem Plakat, Büchern und einem Spielgeschenk auf den 'Fachtagen für Schulsport und Bewegte Schule 2018' des LI Hamburg vertreten. Es gab eine nicht erwartet positive Reaktion auf das präsentierte Thema SCHULSPIELE. In zahlreichen Gesprächen wurden Spiele und Vermittlungschancen erörtert.

Auf besonderes Interesse traf der Vorschlag, dass jedes Kind, beginnend in der ersten Klasse, ein Spielbuch führt. Hier können Elebnisse eingetragen bzw.auch als Papierbild eingeklebt werden. Denkbar ist eine Fortführung bis in Sekundarstufen, dann mit eigenen Buch- und Webrecherchen ergänzt. Ein weiterer Zugang zum Medium Buch. Und später ein wichtiger persönlicher 'Schatz' bei der Betreuung eigener Kinder.

'MEIN SPIELBUCH' kann darüber hinaus ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung der realen Spielkultur sein. Spiele sterben derzeit aus. Kinder brauchen Spiel, um sich entwickeln zu können. Kindheit ist Spiel-Lernzeit. Entwicklungspsychologie, neuerdings Neurowissenschaften und spielpädagogisch aktive Pädagogen liefern überzeugende Auskünfte. Die Folgen des Spielverlustes sind gravierend. Auch ablesbar in Aufmerksamkeits- und Lernproblemen. Kinder, die das Spielen nicht lernen, haben auch anderorts Lernprobleme!

Computerspiele gleichen das nicht aus. Es fehlt Bewegung und das über Bewegung vermittelte Entdeckungs-, Übungs-, Erfolgs- und Sozialerlebnis. Der Zeitbedarf und die emotionale Bindung verstärken die Verluste. Das Gaming sollte 'huckepack' genommen werden: Spielpflege in Familie, Kita und Schule, hier als Schulspiele, hat das absolute Primat. So werden Kinder stark, können selbstständiger mit elektronischen Medien umgehen. Und besser lernen...
Der kurze Begleittext - hier
pdf

 

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